Dialog, Zuversicht und „Aus Liebe zum Wir“: Neujahrsempfang 2026
Rund 200 Gäste kamen am vergangenen Sonntag zum Neujahrsempfang des SPD-Unterbezirks Landkreis Harburg in der Burg Seevetal zusammen. Zur Mittagszeit trafen sich Mitglieder, Gäste und Unterstützer, um ins neue politische Jahr zu starten, miteinander ins Gespräch zu kommen und aktuelle Themen offen zu diskutieren.
Als Hauptredner begrüßte der Unterbezirk Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen. In seiner Rede machte er deutlich, wie wichtig der respektvolle Austausch gerade in unruhigen Zeiten ist. Spaltung und ständiges Nörgeln würden zu oft den Ton bestimmen – umso mehr brauche es das gemeinsame Gespräch, das Zuhören und den Willen, Lösungen anzupacken. Tonne sprach über zentrale Herausforderungen von der Energie- und Wirtschaftspolitik über die Zukunft der Stahlindustrie in Niedersachsen bis hin zu Freihandel und globaler Zusammenarbeit. Seine Botschaft war klar: Statt in Passivität zu verharren, müssen wir Gestaltungsmöglichkeiten nutzen. „Pessimismus können und dürfen wir uns nicht leisten“, betonte er. „Unsere Antwort muss sein, gemeinsam antreten und gemeinsam gestalten. Wir sind nicht machtlos.“
Grußworte kamen außerdem von Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments, sowie von Svenja Stadler, Gastgeberin des Empfangs, Unterbezirksvorsitzende und Bundestagsabgeordnete. Svenja Stadler richtete den Blick besonders auf das, was die Menschen bei uns vor Ort bewegt – und auf die Frage, wie wir als Gesellschaft Zusammenhalt stärken können. „Was mich antreibt, sind drei Dinge: Krisen benennen, Zuversicht verbreiten und Zusammenhalt stärken“, sagte sie. Viele Herausforderungen seien in den Kommunen unmittelbar spürbar: die medizinische Versorgung, ein verlässlicher öffentlicher Personennahverkehr und die Infrastruktur. Die Antworten darauf seien nicht allein in Berlin zu finden – sie entstehen vor allem da, wo Menschen Verantwortung übernehmen.
Gerade vor Ort entscheidet sich, ob Menschen Vertrauen in Politik behalten. Deshalb brauchen wir Räume für Austausch – und viele, die mitmachen und Verantwortung übernehmen.
Daran knüpfte Svenja Stadler auch mit Blick auf die Kommunalwahlen am Sonntag, 13. September, an: Kommunalpolitik braucht engagierte Menschen, die sich einbringen – in Räten und Ausschüssen, aber auch in Vereinen, Feuerwehren, im THW, im Katastrophenschutz und überall dort, wo Gemeinschaft gelebt wird. „Zuversicht ist eine Entscheidung, und sie wird leichter, wenn man sie nicht allein trifft“, unterstrich sie.
Bernd Lange hob die Bedeutung von Zusammenhalt und Partnerschaft in Europa und der Welt hervor. Gerade in Zeiten globaler Unsicherheiten seien regelbasierte Zusammenarbeit, faire Handelsabkommen und ein starkes Europa unverzichtbar, um soziale und wirtschaftliche Stabilität zu sichern.
Für den musikalischen Rahmen sorgte erneut Matthias Grabi am Klavier, der die Gäste bereits zum dritten Mal mit viel Gefühl durch den Empfang begleitete – unter anderem mit dem dänischen Stück „Verliebt in Kopenhagen“ und einem jazzigen Abschluss. Beim anschließenden Ausklang durfte auch der traditionelle SPD-Kuchen nicht fehlen: versehen mit dem Slogan „Aus Liebe zum Wir“, dem Motto der Kommunalwahl in Niedersachsen.
Ein Empfang, der gezeigt hat: Politik lebt vom Miteinander – vom Gespräch, vom Engagement und vom gemeinsamen Gestalten.